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Privilegierte Lager? Westalliierte Flieger in deutscher Kriegsgefangenschaft während des Zweiten Weltkrieges

Die britischen und US-amerikanischen Luftangriffsverbände zahlten für ihre Einsätze gegen deutsche Städte, Verkehrswege und Industrieanlagen einen hohen Preis. Jeweils rund 80.000 Todesopfer hatten die Royal Air Force (RAF) und die United States Army Air Force (USAAF) bis zur Kapitulation des Deutschen Reiches im Mai 1945 zu beklagen. Piloten und Besatzungsmitglieder alliierter Kampfflugzeuge, die den Abschuss überlebt hatten, mussten den Weg in die deutsche Kriegsgefangenschaft antreten.

Für die Männer begann ein Weg ins Unbekannte. Wohl jeder hatte solche Fragen: 
Werde ich anständig behandelt, werde ich hungern müssen?
Wird meine Familie wissen, dass ich lebe?
Zwingt man mich, für die Deutschen zu arbeiten?
Was weiß der Gegner über meine Einheit?

Wer nach ausgiebigen Verhören schließlich in einem der Gefangenenlager eintraf, den empfing eine Zeit des Wartens und der Ungewissheit. Eine beengte Unterbringung, eintönige Verpflegung, Heimweh und Langeweile waren jedoch in der Regel die einzigen Unannehmlichkeiten, denen britische und amerikanische Gefangene ausgesetzt waren. Im Unterschied zu ihren sowjetischen Schicksalsgenossen wurde ihnen meistens eine korrekte, den Bestimmungen des Kriegsvölkerrechts entsprechende Behandlung zuteil.

Wer jedoch den Versuch unternahm, sich seiner Gefangenschaft durch Flucht zu entziehen, begab sich auch als Westalliierter in Lebensgefahr. Vom 12. Juli 2013 bis zum 28. September 2014 präsentiert das Militärhistorische Museum der Bundeswehr – Flugplatz Berlin-Gatow die Ausstellung »Privilegierte Lager? Westalliierte Flieger in deutscher Kriegsgefangenschaft während des Zweiten Weltkrieges«. Gezeigt wird der Weg ins Lager, der Alltag hinter Stacheldraht, aber auch die vielfältigen Aktivitäten der Gefangenen, die Monotonie des Lageralltags zu bekämpfen.

Einen besonderen Stellenwert im Leben der Internierten nahm die Planung und Durchführung von Fluchten ein. Kurzbiographien alliierter Kriegsgefangener geben den geschilderten Ereignissen ein Gesicht.

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