Vinaora Nivo SliderVinaora Nivo SliderVinaora Nivo SliderVinaora Nivo Slider

Ausstellungsplakat 100 Jahre
„100 Jahre deutscher Motorflug – die Anfänge"
24. April bis 2. August 2009

Als sich in Deutschland das Flugzeug nur schwer gegen die staatlich dominierte Luftschifffahrt durchsetzen konnte, vollbrachten in der Welt bereits zahlreiche Piloten hervorragende Leistungen mit ihren Flugapparaten. Aber erst die Gebrüder Orville und Wilbur Wright konnten die Ergebnisse der theoretischen Untersuchungen und der praktischen Versuche Lilienthals für den Motorflug umsetzen. Ab diesem Zeitpunkt nahm der Motorflug eine rasante Entwicklung. Vor allem in Europa, an der Spitze die französischen Aviatiker mit ihren Fluggeräten aus eigener Fertigung, überschlugen sich nahezu die Ereignisse.

Hans Grade erflog er am 30. Oktober 1909 auf dem gerade erst eröffneten Flugfeld in Johannisthal mit seinem Eindecker „Libelle" die Bedingungen für den „Lanz-Preis der Lüfte". Nach einer reinen Flugzeit von 2 Minuten und 43 Sekunden konnte er aus den Händen von Lanz den Scheck über eine Summe von 40.000 Mark entgegen nehmen. Der „Berliner Lokalanzeiger" titelte: „Mit diesem Flug ist Hans Grade als erster deutscher Konstrukteur und Flieger in die deutsche Motorfluggeschichte eingegangen... Das Jahr 1909 kann so recht als das Geburtsjahr der Deutschen Fliegerei bezeichnet werden".

Mit diesem Preisgeld errichtete Grade Anfang 1910 in Bork seinen Flugapparatebau, die „Grade-Fliegerwerke Bork" und eine Flugschule. Es begann eine sehr erfolgreiche Entwicklung, sowohl in der Flugzeugfertigung als auch im Schulbetrieb.

In Deutschland gewann auch im militärischen Bereich das Fliegen nach dem Prinzip „schwerer als Luft" an Bedeutung gegenüber den vom Kaiser favorisierten Luftschiffen. Rasch wuchs die Zahl vor allem der Kavallerieoffiziere, die zur Pilotenausbildung nicht nur an die 1910 eröffnete Militärfliegerschule in Döberitz abkommandiert wurden, sondern auch an zivilen Schulen den Flugschein erwarben.

Grade gelang es jedoch nicht, Aufträge des Militärs zu akquirieren. Die Flugzeuge von ihm fanden kein Interesse und waren auf Grund ihrer Bauweise und Leistungen auch für militärische Zwecke ungeeignet. Grades Bestreben, kleine und billige Sportflugzeuge zu entwickeln stand im Gegensatz zur militärischen Philosophie. Das Militär forderte schnelle, tragfähige, zur Beobachtung mit mindestens zwei Mann Besatzung und ausreichend Platz ausgestattete Flugzeuge.

Wenn auch in der weiteren Entwicklung Grade z. B. beim Bau von Automobilen wie auch bei weiteren Plänen weniger Erfolg beschieden war – ihm bleibt der Ruhm, am Beginn der deutschen Motorfliegerei zu stehen und wesentliche Teile der Anfangsphase mit bestimmt zu haben. Er und seine „Kollegen", die in der Ausstellung präsentiert werden, haben damit ihren Platz in der deutschen Geschichte gefunden und ihnen gebührt die Ehre, einhundert Jahre nach dem ersten deutschen Motorflug besonders gewürdigt zu werden.

Gestaltet wurde die Ausstellung von der „Gesellschaft zur Bewahrung von Stätten deutscher Luftfahrtgeschichte e.V." (GBSL) und erinnert an die Leistungen der ersten Flugzeugpioniere. Neben Bild- und Texttafeln, die die nunmehr hundertjährige Geschichte des deutschen Motorfluges bis zum Airbus A380 aufzeigen, sind in der Ausstellung auch Flugzeugmodelle zu sehen.

Die Bundeswehr im Einsatz - Von der Bündnisverteidigung zum Auslandseinsatz mit dem Mandat des Parlaments
16. Oktober 2009 bis 3. Januar 2010

Am 22. Juli 1994 stimmte der Deutsche Bundestag erstmalig über einen bewaffneten Einsatz der Bundeswehr im Ausland ab. Aus Anlass des 15. Jahrestages der Erteilung des Parlamentsmandats für den Einsatz in Somalia hat das Militärgeschichtliche Forschungsamt der Bundeswehr (MGFA) die Ausstellung „Die Bundeswehr im Einsatz" konzipiert. Auf 26 Text-Bildtafeln erzählt die Schau die Geschichte der Out-of-Area-Einsätze und der Transformation der Bundeswehr zu einer „Armee im Einsatz".

Im Rückblick auf die Verabschiedung des Grundgesetzes und die Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 wird zunächst die Vorgeschichte dieses Prozesses erhellt. Sodann spannt sich der thematische Bogen von der Aufstellung der Bundeswehr 1955/56 über die friedliche Revolution in der DDR und den Fall der Mauer 1989 und die „Armee der Einheit" 1990 bis zum ersten Mandat des Deutschen Bundestages für einen bewaffneten Einsatz der Bundeswehr.

Im Kontext der Ausstellung werden folgende Aspekte beleuchtet: Die Bundeswehr als Parlamentsarmee und ihre Einbindung in das westliche Verteidigungsbündnis der NATO, die Integration vormaliger NVA-Angehöriger in die Bundeswehr, der „Staatsbürger in Uniform" sowie die Akzeptanz der Bundeswehr innerhalb der deutschen Gesellschaft. Ferner werden die Ausrichtung der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und das Konzept der „vernetzten Sicherheit" erläutert. Das aktuelle Engagement der Bundeswehr im Ausland wird dargestellt und eine Übersichtskarte informiert über die Einsatzhistorie der deutschen Streitkräfte seit 1994.

Interaktive Medienstationen mit Videobeiträgen ergänzen die Ausstellung. So ist etwa ein Ausschnitt aus der Parlamentsdebatte anlässlich der Abstimmung über den Einsatz der Bundeswehr in Somalia im Juli 1994 zu sehen; außerdem werden Impressionen aus den verschiedenen Einsätzen gezeigt. Ausgewählte Exponate, darunter Uniformen, diverse Einsatzmedaillen und das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit, illustrieren und veranschaulichen die dargestellte Thematik.

50 jahre mig-21
50 Jahre Beginn der Serienproduktion MiG-21
10. Juni 2009 bis 30. Mai 2010

In den 1950er Jahren gingen die Flugzeugbauer der Welt daran, mit ihren Konstruktionen die Schallmauer zu überwinden. Als 1959 in der Sowjetunion der leichte überschallschnelle Abfangjäger des Konstruktionsbüros MiG-21 von Mikojan und Gurewitsch in Serienfertigung ging, sah man diesem nicht an, dass er einmal mit über 10 000 produzierten Flugzeugen, über 50 Nutzern und einem halben Jahrhundert Einsatzgeschichte ein Star unter den Militärflugzeugen werden sollte.

Die MiG-21 war das Rückgrat der Luftstreitkräfte des Warschauer Vertrages bis zur Auflösung des Bündnisses. Darüber hinaus nutzten sie nicht nur Staaten Afrikas und Asiens, sondern auch einige der neuen NATO-Staaten bis ins 21. Jahrhundert. Der Jäger stellte in zahlreichen Konflikten und lokalen Kriegen seine Leistungsfähigkeit unter Beweis und beeinflusste die Entwicklung seiner Konkurrenten und Nachfolger.

Ausgehend von einem Tagjäger wurde die MiG-21 im Laufe der Jahre zu einer Familie leistungsfähiger Versionen entwickelt. In den 1960er Jahren machte ein Radargerät sie zu einem Allwetterjäger. Anschließend gelang der Sprung zum Mehrzweckkampfflugzeug. Nach Ende der Serienproduktion in der UdSSR setzte China mit seiner F-7 die Erfolgsgeschichte fort. Heute sorgen weitere Modernisierungsprogramme dafür, dass die MiG-21 Storie noch nicht endet.

Melitta Gräfin Staufenberg - Eine Spurensuchestauffenberg16. Oktober 2009 bis 30. Mai 2010

Aus den zahlreichen Nebenfiguren, von denen im Nachklang des gescheiterten Attentats vom 20. Juli 1944 die Rede ist, sticht neben Nina Gräfin Stauffenberg, der Witwe des Attentäters, vor allem ein Name hervor: Melitta Gräfin Stauffenberg. Sie war Ingenieurin in Adlershof, Rechlin und Gatow, hochdekorierte Pilotin, Ehefrau des Stauffenberg-Bruders Alexander – und unentdeckte Mitverschwörerin des Anschlags auf den „Führer".

Dieser Zwiespalt in ihrer Person macht sie zu einer nicht unumstrittenen Repräsentantin einer vom Nationalsozialismus geprägten Zeit.

plakatgbsl2010
Die Entwicklung der deutschen Luftstreitkräfte von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg
9. Juli bis 26. September 2010

Mit der Aufstellung der "Königlich-Preußischen Luftschiffer-Versuchsabteilung" begann im Juni 1884 in Berlin die Geschichte deutscher Luftstreitkräfte. Den Ballonabteilungen der 1890er Jahre folgten die Einführung von Luftschiff-, sowie die Aufstellung von Fliegerabteilungen.

Nachdem das Militär seine reservierte Haltung gegenüber den Flugzeugen aufgeben hatte, gründete es vor 100 Jahren am 1. Mai 1910 westlich von Berlin in Döberitz die erste provisorische Fliegerschule. Im Juli begann mit einem französischen Farman-Doppeldecker, den die Albatros-Werke kostenlos zur Verfügung stellten, die Ausbildung der ersten vier Militärpiloten. Erst 1911 beschaffte die deutsche "provisorische Fliegerschule" sechs französische Maschinen und eine Etrich-Rumpler-Taube.

Am Kaisermanöver 1911 nahmen erstmals neben Luftschiffen auch acht Flugzeuge teil. Die "National-Flugspende" von 1912, die 7,25 Mio. Mark erbrachte, diente zur Förderung des militärischen Flugwesens und der Ausbildung von Militärpiloten.

Bis 1914 wurden in Deutschland fünf Fliegerbataillone, vier preußische und ein bayerisches, mit den Standorten Döberitz, Straßburg, Posen und Oberschleißheim formiert.

Bei Kriegsbeginn mobilisierte Deutschland etwa 500 Flugzeuge, von denen aber nur 228 Maschinen an der Front zur Verfügung standen – eine bescheidene Anzahl im Vergleich zu den 1918 eingesetzten etwa 5000 Maschinen.

Die Ausstellung skizziert auf 150 Quadratmetern diesen Weg nach. Neben Text- und Bildtafeln sind Großfotos, Modelle, Uniformen, Orden, Karten und eine Medienstation zu sehen.

„Luftfahrt und Philatelie"plakatluftfahrtundphilatelie
13. August bis 19. September 2010

Das Luftwaffenmuseum der Bundeswehr Berlin-Gatow zeigt in Zusammenarbeit mit dem Verband Berliner Philatelisten-Vereine und seinen Vereinen, dem Internationaler Aero-Philatelisten-Club „ Otto Lilienthal" e.V. und dem Briefmarkensammler-Klub Spandau 1904 e.V. im Hangar 3 des ehemaligen Flughafens Berlin-Gatow eine Vielzahl luftpostalischer Exponate Berliner Sammler.

Der Bogen der Darstellungen erstreckt sich von der Thematik Berliner Luftbrücke, Flugplatz Gatow, Erstflüge von und nach Berlin bis hin zur Geschichte des Flugpioniers Otto Lilienthal und der Luftpost der Vereinten Nationen. Ein Exponat über Poststempel der Bundeswehr wird ebenfalls gezeigt.