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Die Entwicklung der deutschen Luftstreitkräfte von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg
9. Juli bis 26. September 2010

Mit der Aufstellung der "Königlich-Preußischen Luftschiffer-Versuchsabteilung" begann im Juni 1884 in Berlin die Geschichte deutscher Luftstreitkräfte. Den Ballonabteilungen der 1890er Jahre folgten die Einführung von Luftschiff-, sowie die Aufstellung von Fliegerabteilungen.

Nachdem das Militär seine reservierte Haltung gegenüber den Flugzeugen aufgeben hatte, gründete es vor 100 Jahren am 1. Mai 1910 westlich von Berlin in Döberitz die erste provisorische Fliegerschule. Im Juli begann mit einem französischen Farman-Doppeldecker, den die Albatros-Werke kostenlos zur Verfügung stellten, die Ausbildung der ersten vier Militärpiloten. Erst 1911 beschaffte die deutsche "provisorische Fliegerschule" sechs französische Maschinen und eine Etrich-Rumpler-Taube.

Am Kaisermanöver 1911 nahmen erstmals neben Luftschiffen auch acht Flugzeuge teil. Die "National-Flugspende" von 1912, die 7,25 Mio. Mark erbrachte, diente zur Förderung des militärischen Flugwesens und der Ausbildung von Militärpiloten.

Bis 1914 wurden in Deutschland fünf Fliegerbataillone, vier preußische und ein bayerisches, mit den Standorten Döberitz, Straßburg, Posen und Oberschleißheim formiert.

Bei Kriegsbeginn mobilisierte Deutschland etwa 500 Flugzeuge, von denen aber nur 228 Maschinen an der Front zur Verfügung standen – eine bescheidene Anzahl im Vergleich zu den 1918 eingesetzten etwa 5000 Maschinen.

Die Ausstellung skizziert auf 150 Quadratmetern diesen Weg nach. Neben Text- und Bildtafeln sind Großfotos, Modelle, Uniformen, Orden, Karten und eine Medienstation zu sehen.